Wie flexibel gestalten Sie Ihre Arbeitszeit?

 IMAG1427Am Mittwoch den 19. Februar 2014 war der BWG-Junioren Kreis bei der Berliner Stadtreinigung zu Gast. In der Abendveranstaltung wurde über das Thema Arbeitskultur diskutiert: Wie wollen wir zukünftig arbeiten?

Martina Haas von der BWG begrüßte das Publikum und die Podiumsgäste und übergab die Moderation des Abends an Annika Weschler, Referentin für Innovation & Entrepreneurship der Stiftung Charité. Frau Weschler stellte zunächst Ihre Gäste der Reihe nach vor:

Vera Gäde-Butzlaff – Vorstandsvorsitzende Berliner Stadtreinigung (BSR)

Susann Hoffmann – Gründerin EDITION F

Ulrike Freitag – Betriebsratsvorsitzende Condat AG

Dr. Jan-Peter Siedentopf – Oberarzt und Väterbeauftragter Charité – Universitätsmedizin Berlin

Die Diskussion drehte sich um die Frage, wie junge Menschen den Wunsch nach der Familiengründung mit der Karriere verbinden können. Dabei stellten alle Podiumsgäste ihre individuellen Arbeitszeitmodelle vor.

Frau Freitag berichtete von den flexiblen Arbeitszeiten, die die Condat AG ihren Mitarbeitern bietet. Sie haben die Möglichkeit von Zuhause aus zu arbeiten, zum Beispiel, wenn das Kind erkrankt ist. Ihr Glaubenssatz lautet „Kontrolle ist gut. Vertrauen ist besser!“

IMAG1420Bei der Berliner Stadtreinigung engagiert sich Frau Gäde-Butzlaff für eine familiengerechte Mitarbeiterkultur. Die Mitarbeiter können in einem extra eingerichteten Eltern-Kind-Zimmer ihrer Arbeit nachgehen und ihren Nachwuchs in ihrer Nähe wissen. Zudem wird im Notfall eine Kinderbetreuung zu Hause angeboten.

Susann Hoffmann ist die Gründerin der Business-Lifestyle-Plattform EDITION F. Das Start-up Unternehmen setzt auf eine flexible Einrichtung der Arbeitszeiten und zählt auf eine gute Kommunikation. Wenn dies gewährleistet ist, dann steht einer Verbindung von Kind und Karriere nichts im Wege.

Herr Dr. Siedentopf ist Vater von zwei Kindern und geht nun zum zweiten Mal in Vaterschaftsurlaub. Er ist neben seiner Tätigkeit an der Charité- Universitätsmedizin Berlin ehrenamtlicher Väterbeauftragter. In dieser Position bietet er Beratung und Unterstützung rund um das Thema „Vater werden und sein“ an.

Dr. Siedentopf berichtete von einem Modell, dass Acting Director heißt und vor allem Vätern die Option auf einen längeren Vaterschaftsurlaub ermöglichen soll. Dabei wird der Mitarbeiter, der in Vaterschaftsurlaub geht, während dieser Zeit von einem Kollegen vertreten, der sich in seiner Position ausprobieren kann. Dadurch sammelt der Kollege wertvolle Arbeitserfahrung, die im Lebenslauf aufgeführt werden kann, und es ist für eine Vertretung von Mitarbeitern gesorgt, die gerne ihre Elternzeit in Anspruch nehmen möchten.

Diese vier Beispiele zeigen, dass flexible Arbeitszeitmodelle in der heutigen Zeit gut funktionieren und dankend von den Mitarbeitern angenommen werden.

Und wie sind die Arbeitszeiten in Ihrem Unternehmen gestaltet? Wie flexibel sind Sie in Ihrem Unternehmen?