WEGWEISER TO GO – für KMU 09/2013 – Mitarbeiterorientierung Teil 2/2

Am 26.11.2013 veranstaltete die IHK Berlin zusammen mit der Handelskammer Berlin eine Fachkräftekonferenz mit dem Thema „Unternehmen als die neuen Bewerber“. Dabei konnten die Teilnehmer, hauptsächlich Vertreter mittelständischer Unternehmen, sechs Podiumsdiskussionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten beiwohnen. Des Weiteren präsentierte eine Begleitmesse die verschiedenen Möglichkeiten, wie Unternehmen sich rund ums Thema Fachkräftesicherung Unterstützung holen können.

Ein Schwerpunkt der Diskussionen war das Thema Mitarbeiterorientierung.

Frau Dr. Kathrin Thurau von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) führte eine Stunde lang ein informatives Gespräch mit vier Geschäftsführern, deren Tagesgeschäft und Mitarbeiterkultur unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihre Gäste waren Steffen Zoller, Geschäftsführer bei Besser Betreut, Gerd Hartnack, Geschäftsführer der Mehlwurm Vollkornbäckerei, Dennis Grueneberg, Kanzleimanager von Schröder & Partner, Steuerberater und Rechtsanwälte und Anselm Lotz, Geschäftsführer des Kfz-Meisterbetriebs carparts & promotor.

Die zentrale Frage lautete: Welche Instrumente und Vorteile nutzen diese Unternehmen bei der Umsetzung ihrer mitarbeiterorientierten Unternehmensführung?

In diesem zweiten von zwei Teilen stellen wir Ihnen die Umsetzung der Mitarbeiterorientierung der Unternehmen Mehlwurm Vollkornbäckerei, Steuerberater und Rechtsanwälte Schröder & Partner und Kfz-Meisterbetrieb carparts & promotor vor.

Bei der Vollkornbäckerei Mehlwurm zeigt sich die Mitarbeiterorientierung in der Einteilung der wöchentlichen Arbeitsstunden. Gerd Hartnack ist sich darüber bewusst, dass die Arbeit in seiner Bäckerei sehr anstrengend ist und die Mitarbeiter ungewöhnliche Arbeitszeiten haben. So mancher Mitarbeiter steht schon ab 4:00 Uhr in der Bäckerei. Darum hat er ein 2 Schichtensystem eingeführt um seine Mitarbeiter zu entlasten. Des Weiteren gibt es bei ihm eine 30-Stunden-Woche, wobei jeder Mitarbeiter auch mal mehr oder mal weniger Stunden in der Woche arbeiten kann. Somit ermöglicht Gerd Hartnack seinem Personal mehr Flexibilität. Durch eine Arbeitsplanung von 2 Wochen im Voraus kann jeder Mitarbeiter seine Arbeitszeitwünsche vorab äußern.

Dennis Grueneberg, Kanzleimanager von Schröder & Partner, zählt in seinem Personalmanagement auf eine offene Kommunikation. Dabei bezieht er die Mitarbeiter in die Entscheidungen mit ein und vermitteln ihnen dadurch das Vertrauen der Geschäftsführung in ihr Personal. Gemeinsam mit der Belegschaft entwickelte er Leitsätze, die von allen eingehalten werden. Diese entstehen durch regelmäßige Mitarbeiterumfragen, bei denen das Personal die Möglichkeit hat, um offen und ehrlich seine Meinung zu äußern. Zentral stehen die Fragen: Was ist gut? Was ist schlecht? Wie verändern wir Aspekte die Verbesserungsbedarf haben? Zudem werden Workshops angeboten, bei denen jeder Mitarbeiter sich weiter entwickeln kann. Das Personal nimmt diese Maßnahmen dankend an.

Anselm Lotz, Geschäftsführer des Kfz-Meisterbetriebs carparts & promotor, möchte seinen Kunden einen optimalen Service bieten. Seine Lösungsformel hierfür lautet: „Meine Mitarbeiter sollen alle Prozesse des Unternehmens kennen und beherrschen. Zum Beispiel kennt jeder unserer Mitarbeiter unser Kassensystem, sodass ein Kunde jederzeit von jedem Mitarbeiter optimalen Service erhalten kann.“

Wenn Sie Inspiration erhalten möchten, welche Kultur der Mitarbeiterorientierung für Ihr Unternehmen attraktiv und am besten geeignet ist, dann zögern sie nicht uns für eine Beratung zu kontaktieren. Kostenfreie Orientierungsberatung zur betrieblichen Situation – vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Gesprächstermin. Telefon +49(0) 30 49207072; email: info(a)gtd-pe.de

Artikel Sarah Ryborz