WEGWEISER TO GO – für KMU 08/2013 – Mitarbeiterorientierung Teil 1/2

Am 26.11.2013 veranstaltete die IHK Berlin zusammen mit der Handelskammer Berlin eine Fachkräftekonferenz mit dem Thema „Unternehmen als die neuen Bewerber“. Dabei konnten die Teilnehmer, hauptsächlich Vertreter mittelständischer Unternehmen, sechs Podiumsdiskussionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten beiwohnen. Des Weiteren präsentierte eine Begleitmesse die verschiedenen Möglichkeiten, wie Unternehmen sich rund ums Thema Fachkräftesicherung Unterstützung holen können.

Ein Schwerpunkt der Diskussionen war das Thema Mitarbeiterorientierung.

Frau Dr. Kathrin Thurau von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) führte eine Stunde lang ein informatives Gespräch mit vier Geschäftsführern, deren Tagesgeschäft und Mitarbeiterkultur unterschiedlicher nicht sein könnten. Ihre Gäste waren Steffen Zoller, Geschäftsführer bei Besser Betreut, Gerd Hartnack, Geschäftsführer der Mehlwurm Vollkornbäckerei, Dennis Grueneberg, Kanzleimanager von Schröder & Partner, Steuerberater und Rechtsanwälte und Anselm Lotz, Geschäftsführer des Kfz-Meisterbetriebs carparts & promotor.

Die zentrale Frage lautete: Welche Instrumente und Vorteile nutzen diese Unternehmen bei der Umsetzung ihrer mitarbeiterorientierten Unternehmensführung?

In diesem ersten von zwei Teilen möchten wir Ihnen die Umsetzung der Mitarbeiterorientierung anhand des Unternehmens Besser Betreut vorstellen.

In dem Unternehmen von Steffen Zoller stehen flache Hierarchien und wenig Regeln an der Tagesordnung. Er kommuniziert sein Vertrauen in seine Mitarbeiter über die Gestaltung der Arbeitszeiteinteilung: Jeder Mitarbeiter kann frei entscheiden, wann er oder sie arbeitet und ob dies im Büro oder von zuhause aus geschieht. Wichtig für Steffen Zoller ist der Erfolg der Arbeit. „Solange der Arbeitsalltag nicht gestört wird ist alles in Ordnung“, so sieht der Geschäftsführer diese Art der Zeiteinteilung. Zudem sind 10% seiner Beschäftigten Auszubildende, die von Anfang an schon eigene Verantwortung tragen und zum Beispiel interne Veranstaltungen organisieren. Besser Betreut setzt unter anderem auch das Feedback ihrer Mitarbeiter und entdeckt dadurch oft unentdecktes Potenzial. Für die 2. Führungsebene werden regelmäßig Coaching-Einheiten angeboten, was zu einer Fluktuationsrate von 0% beigetragen hat.

Des Weiteren bekommt jeder neue Mitarbeiter bei Besser Betreut einen eigenen Buddy in den ersten Arbeitswochen an die Seite gestellt, der den Neuling unter die Fittiche nimmt. So entsteht ein Gefühl des Wohlbefindens, den die sogenannten Buddies sind die eigenen Mitarbeiter, die sich in dem Unternehmen schon bestens auskennen. Durch die international besetzte Mitarbeiterschaft haben sich auch Tandem-Systeme gebildet, die jedem Mitarbeiter die Möglichkeit bietet, um eine oder mehrere weitere Fremdsprachen zu erlernen oder zu festigen. Ein weiteres Angebot zur Förderung der Mitarbeiterkommunikation untereinander, sind die sogenannten Teamlunches oder die Blind-Lunches. Bei den Blind-Lunches werden nach dem Losverfahren aus allen Abteilungen zwei Mitarbeiter gezogen, die dann zusammen essen gehen. So wird auch Abteilungsübergreifende Wissen und Informationen miteinander geteilt und das Kennenlernen der Mitarbeiter untereinander gefördert. Neben diesen interessanten mitarbeiterorientierten Aktionen verfügt das Unternehmen über eine Bücherecke, die zum Entspannen in den Pausen einlädt. Besser Betreut führt somit ein neuartiges und effektives mitarbeiterorientiertes Konzept.

Wenn Sie Inspiration erhalten möchten, welche Kultur der Mitarbeiterorientierung für Ihr Unternehmen attraktiv und am besten geeignet ist, dann zögern sie nicht uns für eine Beratung zu kontaktieren. Kostenfreie Orientierungsberatung zur betrieblichen Situation – vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Gesprächstermin. Telefon +49(0) 30 49207072; email: info(a)gtd-pe.de

Artikel von Sarah Ryborz