Licht am Arbeitsplatz- WEGWEISER TO GO für KMU

LichtLicht am Arbeitsplatz

Und Gott sprach „Es werde Licht!“… doch Petrus fand den Schalter nicht!

So schlimm ist es in deutschen Büros zum Glück nicht! Denn über zu wenig Licht, auch vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang, können wir uns in Deutschland nicht beschweren. Unsere Städte sind dank elektrischen Lichts nachts hell erleuchtet. Es gibt beeindruckende Satelliten-Aufnahmen aus dem Weltall, die deutlich machen, wie strahlend hell Deutschlands große Städte und Ballungsräume bei Nacht tatsächlich sind. Unser künstlich erzeugtes Licht kann unserem natürlichen Biorhythmus schaden. Das zeigen zum Beispiel Untersuchungen mit Schichtarbeitern. Für unseren Biorhythmus spielt Melatonin, unser Schlafhormon, eine wichtige Rolle. Melatonin wird im Gehirn gebildet und steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Licht hemmt die Bildung dieses Schlafhormons. Daher empfehlen Experten, sich am Morgen möglichst viel hellem Licht auszusetzen.

Nutzen Sie zum Beispiel den morgendlichen Weg zur Arbeit oder einen kleinen Spaziergang, um in der Natur auf zutanken. Diese natürliche Lichtdusche kurbelt zudem den Wachmacher Serotonin (unser Glückshormon) an. Auch ein bedeckter Himmel im Winter sorgt für eine ausreichende Lichtdusche, da immerhin eine Beleuchtungsstärke von 3500 Lux erbracht wird. Zum Vergleich: Im Sommer erreicht das Tageslicht im Schatten eine Beleuchtungsstärke von 10000 Lux.Licht hat einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Diese Tatsache kann positiv genutzt werden; Lichttherapie gegen Winterdepression ist hier nur eine der vielen Möglichkeiten.

Der Lichtforscher Oliver Stefani des Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart sucht mit seinem Team nach dem optimalen Licht, zum Beispiel für unseren Arbeitsalltag. Momentan arbeiten sie an einem virtuellen Himmel, dem sogenannten „Virtual Sky“. Dieser künstliche Himmel erzeugt ein dynamisches Licht, dass unserem Tageslicht nachempfunden ist und ein natürliches Lichtverhältnis im Büro schafft. Laut Stefani mag der Mensch statisches Licht nicht so gern. Darum empfiehlt er in Büros, die noch nicht über einen virtuellen Himmel verfügen, das Arbeiten an großen Fenstern, um möglichst viel von dem natürlichen Wechsel von Sonne und Wolken mit zubekommen. Auch auf den Blau-Anteil in dem künstlichen Licht sollte bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes geachtet werden. Denn schon vor einigen Jahren entdeckten Forscher einen Photorezeptor im Auge, der auf blaues Licht mit dem Unterdrücken des Schlafhormons Melatonin reagiert. Zudem wird Cortisol produziert, ein Hormon, das auf uns aktivierend wirkt und uns wach fühlen lässt. Darum ist es sinnvoll Energiesparlampen mit ihrem kalten Licht am Arbeitsplatz zu installieren.

Versuchen Sie also so viel wie möglich Naturlicht einzufangen: Sei es draußen auf dem Arbeitsweg und in den Pausen oder im Büro dicht am Fenster. So bleiben Sie auch in der dunkleren Jahreszeit wach und erlangen das gewisse Quäntchen an Erleuchtung!

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