Was uns bewegt… Stress – Bewältigung durch Autogenes Training

Wer kennt das nicht? Nach einem langen Arbeitstag freut man sich auf einen ruhigen Abend und etwas Entspannung. Doch kaum ist die Haustür aufgeschlossen, klingelt auch schon das Telefon, der letzte Lebensmitteleinkauf liegt schon ein paar Tage zurück und was heute Gutes zum Abendessen auf den Tisch kommt, will auch noch überlegt und zubereitet werden.
Jeder von uns hat mit ihm zu kämpfen – mit dem Alltagsstress. Er widerfährt uns sowohl im Beruf als auch in der Freizeit. Stress ist normal, aber in zu großem Maße und in hoher Frequenz kann er unsere Gesundheit gefährden. Dabei ist es nicht immer negativer Stress, der als belastend empfunden wird. Auch positiver Stress kann auf Dauer ungesund sein.
LoveEs lohnt sich daher, ab und zu einen Gang runter zu schalten und unsere Seele zur Ruhe kommen zu lassen. Autogenes Training ist eine Art der Selbstentspannung und bietet eine gute Möglichkeit, um Stress zu bewältigen und unser Wohlbefinden zu verbessern.
Der Berliner Nervenarzt J. H. Schultz entwickelte das Autogene Training Anfang des zwanzigsten Jahrhundert. Er veröffentlichte im Jahr 1932 das Buch „Das autogene Training – konzentrative Selbstentspannung“. AT, die Abkürzung für Autogenes Training, ist in der westlichen Hemisphäre weit verbreitet. Es ermöglicht Ihnen, Ihr vegetatives Nervensystem wieder in Balance zu bringen. Das ist wichtig, um in Zeiten der Anspannung durch AT eine Entspannung gezielt herbei zu führen. Unser Leben verläuft im harmonischen Wechselspiel zwischen Spannung und Entspannung. Man kann auch sagen: Aktivität und Passivität. Da jede Aktivität mit Spannung verbunden ist, benötigen wir das Gleichgewicht mit der Entspannung, um wiederholt Leistungen abrufen zu können. Bewegen sich alle unsere menschlichen Vorgänge möglichst frei zwischen den beiden Polen Anspannung und Entspannung, so leben wir im Gleichgewicht und fühlen uns wohl. Die Übungen werden in einer passiven Körperhaltung durchgeführt, wie etwa im zurückgelehnten Sitzen oder im Liegen. Sie schließen Ihre Augen und konzentrieren sich auf eine Zielformel, zum Beispiel: „Ich bin ganz ruhig“. Sie werden nach einiger Zeit das Vorgestellte erleben, also ruhig werden. Am Ende der Übung, nach ca. 15 bis 30 Minuten, erfolgt die Zurücknahme. Sie atmen tief durch, schütteln, strecken und beugen Ihre Arme und Beine leicht und öffnen langsam Ihre Augen. Die Übungen werden über einen längeren Zeitraum in einzelnen Sitzungen mit steigendem Intensitätsgrad durchgeführt. Nach einem Zeitraum von ca. 2 bis 4 Monaten mit regelmäßigen Training ist eine Beeinflussung des Herz-Kreislauf-Systems sowie der Skelettmuskulatur möglich. Winter
Wie und wo können Sie AT also erlernen? Empfehlenswert ist es, um als Anfänger AT in Kursen und unter Anleitung richtig zu erlernen. Ein falsches Erlernen kann zu Fehlhaltungen und gesundheitsschädigenden Einstellungen führen. Die VHS bietet AT Kurse an, aber auch andere Einrichtungen, wie zum Beispiel Naturheilpraxen oder Krankenkassen. Nach erfolgreicher Erlernung können Sie AT auch prima alleine anwenden. Sie benötigen dazu einen ruhigen, abgedunkelten Raum und sollten bequeme Kleidung tragen. Wer durch Autogenes Training lernt, seinen Körper mit Hilfe der eigenen Gedanken auf Entspannung einzustellen, nutzt sich selbst als Quelle der Ruhe. Zwar verhindern Sie keine Stresssituationen, denn diese gehören zum Leben dazu. Dennoch ermöglichen Sie es sich selbst, um aufkommenden Stresssituationen gelassener entgegenzutreten und sich selbst zur Ruhe zu bringen. Des Weiteren steigern Sie durch AT Ihre
Konzentrationsfähigkeit und verschaffen sich einen klaren Kopf. Ihr vegetatives Nervensystem wird positiv beeinflusst und Sie werden weniger reizbar. Autogenes Training ist eine einfache Methode, die keine Hilfsmittel benötigt (lediglich die richtige Erlernung) und schnell und einfach in Ihr Alltagsleben zu integrieren ist.
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Artikel von Sarah Ryborz