Initiative „Frauen machen Neue Länder“

IMAG1098Am 25. April 2013 fand in Berlin der Kongress der Initiative „Frauen machen Neue Länder. Rein in die Kommunalpolitik!“ statt. Der Kongress wollte Mut und Lust auf Kommunalpolitik machen und zeigte die vielfältigen Wege von ostdeutschen Frauen in die Politik. Aktive und ehemalige kommunalpolitische Mandatsträgerinnen berichteten über ihre Arbeit, über Erfolge, Hindernisse und Tücken. Was konnten engagierte Frauen in den neuen Ländern seit der Wiedervereinigung bewegen?

Die ländliche Regionen der neuen Länder sind in ihrer demografischen Entwicklung besonders von Bevölkerungsrückgang und Alterung betroffen. Auffallend ist hier die überproportionale Abwanderung junger Frauen. Die Repräsentanz von Frauen im politischen Alltag hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Durch die Einführung von Quotenregelungen in den Parteien, erreichte der Anteil von Frauen erstmals die 10% Hürde in den bundesdeutschen Parlamenten. Der Frauenanteil beträgt in den Parlamenten des Bundes sowie in den Parlamenten der Länder ca. 32 %. Auf Ebene der Kommunalparlamente ist die Repräsentanz von Frauen mit durchschnittlich 26 % durchschnittliche geringer. Nicht nur in den KMU fehlt der Nachwuchs, auch in der Politik. Vor allem aber in der Kommunalpolitik. Was muss die Kommunalpolitik möglicherweise verändern, um mehr Frauen für die Politik zu begeistern? Wie auch in der Wirtschaft müssen bessere Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschaffen werden. Stärkere Berücksichtigung der Lebenslagen von Frauen in den verschiedenen Gremien oder auch die Intensivierung der Nachwuchsgewinnung z.B. durch Mentorinnen.

Der Kongress bot sowohl bereits politisch engagierten Frauen als auch Neueinsteigerinnen eine Plattform für den Austausch. Die Podiumsdiskussion und verschiedene Workshops ließen viel Raum für offene Gespräche und das wichtige Netzwerken.