Frauen gründen – WEGWEISER TO GO – für KMU

grow25 Jahre Mauerfall – das feierte Deutschland im November 2014. Das Jubiläum gab der Freien Universität Berlin und der Universität Siegen Anlass, um die Entwicklung des weiblichen Unternehmertums in Ost- und Westdeutschland im letzten Vierteljahrhundert einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Gefördert wurde das Verbundprojekt „grOW- Frauen gründen (in) Ost und West“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, welches am 8. und 9. November 2014 seinen Auftakt mit der Zukunftskonferenz fand. Der Auftaktveranstaltung folgten sechs Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten rund um die Thematik Frauen gründen, die über das Jahr 2015 verteilt in verschiedenen Städten stattfanden. Im Oktober dieses Jahres wurden nun die die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen in der Abschlusskonferenz präsentiert. Die wichtigsten Ergebnisse haben wir hier für Sie zusammengefasst.

– Gründerinnen sehen Ost-West-Unterschiede nicht mehr als ausschlaggebenden Faktor für die Aufnahme einer unternehmerischen Tätigkeit. Vielmehr spielen strukturelle Unterschiede eine tragende Rolle für unterschiedliche Gründungszahlen in Ost- und Westdeutschland. In Zukunft sollten gründungsfördernde Maßnahmen regionsübergreifend konzipiert werden.

– Als eines der wichtigsten Instrumente für die Förderung von Gründungen durch Frauen wurde eine frühzeitige Sensibilisierung mit dem Thema Gründung benannt. Dabei sollte schon im frühen Alter angefangen werden, den Gründungsbegriff attraktiv und aufklärend im schulischen Alltag zu integrieren. Kinder und Jugendliche sollten auf kreative und spielerische Weise an das Thema Existenzgründung herangeführt werden, wobei die Wissensvermittlung von wirtschaftlichem Denken und die Entwicklung eigener Ideen im Vordergrund stehen. In diesem Kontext kristallisierte sich während der Workshops heraus, dass es vor allem an Vorbildern mangelt, die entsprechend eine positive Einstellung bei Mädchen und Frauen zum Thema Existenzgründung erwecken. Darum müssen zukünftig mehr Positivbeispiele öffentlich und präsent werden, sowohl von „Top-Unternehmerinnen“ als auch von Unternehmerinnen, die auf Augenhöhe mit gründungsinteressierten Frauen liegen.

– Ein weiterer Punkt, der den Workshopteilnehmerinnen insbesondere in der ländlichen Region fehlt, ist der Austausch mit Gleichgesinnten und erfahrenen Unternehmerinnen. Ein gut funktionierendes und breites Netzwerk ist für viele Gründerinnen und Unternehmerinnen essentiell. In Zukunft sollten vermehrt Coworking-Spaces, branchenspezifische Foren oder Unternehmerinnentreffen aufgebaut werden bzw. stattfinden.

Als Gesamtfazit des Verbundprojektes lässt sich feststellen, dass die Unternehmensgründungen durch Frauen in Zeiten des demografischen Wandels immer bedeutender werden. Wichtig ist hierbei das frühe Heranführen an das Thema und die Vernetzung untereinander. Die Broschüre zum Projekt „grOW- Frauen gründen (in) Ost und West“ mit allen Inforamtionen finden Sie hier.

Für eine persönliche Beratung und fachmännische Antworten auf Ihre individuellen Fragen rund um das Thema Existenzgründung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns für einen unverbindlichen Gesprächstermin. Telefon +49(0) 30 40989719; E-Mail: info@gtd-pe.de