Fachtag 2013 – Demenzfreundlich! Treptow-Köpenick

Am 15. Mai fand der Fachtag Demenz 2013 in Treptow-Köpenick statt. Feierlich wurde er durch den Bezirksbürgermeister Oliver Igle eröffnet. Über 40 Teilnehmer nahmen aus unterschiedlichen Gründen an dem Fachtag erfolgreich teil.

In Deutschland sind mehr als 1,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Bis zum Jahr 2020 werden es voraussichtlich 1,4 Millionen sein. Demenz ist neben Diabetes und Depression, eine der meist verbreitetsten Krankheiten in Deutschland.

Die Lebensqualität Betroffener zu erhalten ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung, ihr soziales Umfeld (Familie/ Mitarbeiter sowie Dienstleistungsnutzer) zu stabilisieren, ist u.a. auch eine unternehmerische Herausforderung.

Menschen mit Demenz brauchen Hilfe und unser Verständnis. Wichtig für sie sind soziale Nähe, Kontakte und das Gefühl, gebraucht zu werden. Wenn sie ins Alltagsleben einbezogen werden ohne sie dabei zu überfordern, trägt das zur Zufriedenheit und positivem Lebensgefühl für alle Beteiligten bei.

Ein offener und angst-freier Umgang mit Menschen mit Demenz muss das gemeinsame Ziel sein. Ob es die Kinder sind, die über ihre demenzkranken Großeltern sprechen möchten, ob es die Mitarbeiter in der Firma sind, die sich Verständnis für mögliche Herausforderung mit demenzerkrankten Familienangehörigen erhoffen oder die Begegnung der Menschen mit Demenz im öffentlichen Umfeld.

Demenz-spezifisches Wissen und mehr Verständnis für Erkrankte können Grundlagen einer neuen Haltung sein und der Demenz ihren Schrecken für uns alle nehmen.

Mit Aufklärung über die Krankheit muss das Bewusstsein gefördert werden, dass heißt:

Verständnis und Sensibilität für die Erkrankung stärken

Einfluss auf den Umgang mit dem Thema Demenz nehmen und gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegenwirken

Menschen mit Demenz die Teilhabe in der Gesellschaft sichern

Es ging um Fragen der individuellen Haltung zu demenziell erkrankten Menschen, um Sensibilisierung für die Erscheinungsformen, um Bedürfnisse der Menschen mit Demenz und um eine Veränderung der Wahrnehmung.

Was können wir als Unternehmen tun: Unterstützung in der Zusammenarbeit zw. Initiativen, Ehrenamtliche, Selbsthilfegruppen und professionelle Unterstützung fördern. Die Vorurteile und Ängsten begegnen wir am besten durch Aufklärung. Die Informationsmaterialien sind vorhanden. Sie finden sich vortrefflich aufbereitet etwa auf den Webseiten, in den Broschüren der nationalen Alzheimer-Gesellschaften und in Filmen. Auch verschiedene Vorträgen, Fotoausstellungen, Bücher und anderen Veranstaltungen bieten hier die Möglichkeit sich dem Thema Demenz zu nähern.. Dieses Wissen zu nutzen, es zu verbreiten und so das Gemeinwesen zu sensibilisieren, steht sicherlich am Beginn.