Equal Pay Day in Deutschland und die Initiative Rote Tasche

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Der Equal Pay Day (EPD), der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Der Aktionstag in Deutschland markiert symbolisch oder rechnerisch jenen Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus länger arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt von Männern zu kommen.

Historie

Die Business and Professional Women USA, eine Mitgliedsorganisation des NCPE, initiierten 1988 die „Red Purse Campaign“, um mit roten Tasche auf die bestehenden Entgeltunterschiede hinzuweisen. Diesen Gedanken griff 2007 das Berufsfrauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) Germany auf und startete die „Initiative Rote Tasche“. Die roten Taschen sollen für „rote Zahlen“ stehen und dafür, dass Frauen „weniger in der Tasche“ haben als Männer.

Das Datum des deutschen Equal Pay Day

Der erste Equal Pay Day in Deutschland fand am 15. April 2008 auf Initiative des BPW statt. Das Berufs-Frauennetzwerk übernahm damit zunächst das in Amerika festgelegte Datum für den Aktionstag. 2009 entschied man sich dafür, den Tag anhand der aktuellen Zahlen zum Entgeltunterschied von Frauen und Männern zu errechnen. In Deutschland errechnet sich das Datum des Equal Pay Day seit 2009 nach folgender Formel: 52 Wochen/Jahr mal 5 Arbeitstage/Woche = 260 Arbeitstage/Jahr mal statistisch aktuell ermitteltem Entgeltunterschied in Prozent. 2009 fand der Equal Pay Day am 20. März, 2010 am 26. März, 2011 am 25. März und 2012 am 23. März statt. 2013 fällt der Termin auf den 21. März.

Bekommen Sie, was Sie verdienen?

Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 22 Prozent weniger als Männer. Damit ist Deutschland noch immer eines der Schlusslichter im europäischen Vergleich. Eine der ältesten Forderung „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ ist in Deutschland nach wie vor nicht eingelöst. Bezogen auf das Erwerbsleben einer Frau, ist es heute ein Skandal, dass Frauen erst am 21. März dieses Jahres, durchschnittlich soviel verdient haben, wie die Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres und das, obwohl Frauen bei den Bildungsabschlüssen die Nase vorn haben.

22 Prozent Rabatt für Frauen in Berlin
In Berlin rufen deshalb wieder die Unternehmen, Geschäfte, Restaurants, Cafes dazu auf, Frauen am 21. März ein Rabatt von 22 Prozent auf eines ihrer Produkte oder Dienstleistungen einzuräumen. Damit wollen wir Berliner Bürger/-innen öffentlich auf das Thema der Lohnungleichheit und deren Ursachen aufmerksam machen.

Wir machen mit! 21. März – Tag der Lohngerechtigkeit