Der Fachkräftemangel hat die deutsche Wirtschaft längst erreicht – die Industrie sucht Spezialisten

Aktuell zeigt sich kein flächendeckender Fachkräftemangel in Deutschland. Es gibt jedoch Engpässe in einzelnen Berufsgruppen und Regionen.

  • So zeigen sich derzeit in einzelnen technischen Berufsfeldern sowie in den Gesundheits-  und Pflegeberufen Mangelsituationen.
  • Bei den technischen Berufen bestehen Fachkräfteprobleme vor allem auf Ebene der Experten (Ingenieure).
  • In der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, im Bereich Mechatronik, Energie und Elektro gibt es in nahezu allen westlichen Bundesländern sowie in Thüringen einen Expertenmangel. Anzeichen für Engpässe sind auch in Sachsen zu erkennen.

Mögliche Ursachen für Besetzungsprobleme:

  •  Organisation von Besetzungsverfahren: rechtzeitiges Einleiten, Suchwege, (technisch) standardisierte Auswahlverfahren, …
  • Zu geringe Bekanntheit des Arbeitgebers, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
  • Geringe Attraktivität und negatives Image des Arbeitgebers oder des Berufsfeldes an sich
  • Unattraktive Arbeitsbedingungen (Befristungen, fixe Arbeitszeiten, Schichtarbeit, fehlende Benefits, Work-Life-Balance, Vereinbarkeit Familie und Beruf, …)
  • Konzessionsbereitschaft des Arbeitgebers
  • Regionaler Mismatch
  • Qualifikatorischer Mismatch
  • und mittelfristig Demografischer Wandel

Quelle: Bundesagentur für Arbeit; BA-FK-Engpassanalyse-2012-06

Wenige Mittel sind kein Hinderniss für professionelle Personalarbeit:

Kleine und mittlere Unternehmen leiden oft unter dem fehlenden Bekanntheitsgrad. Die Namen vieler Mittelständler sind unbekannt. Wenn Firmen es aber schaffen, ihre Attraktivität als Arbeitsgeber hervorzuheben, können sie bei der Rekrutierung von Fachkräften Vorteile gegenüber den Großen haben. Kleine Unternehmen haben oft keine Fachabteilung für Personal. Trotzdem können diese Unternehmen mit weniger Mitteln professionelle Personalarbeit betreiben. Es muss nur jemanden geben, der sich darum kümmert. Der Chef allein schafft es oft nicht, die Stellenbörsen zu durchforsten und oft reicht dieses heute auch nicht mehr aus. Es lohnt sich zeitweise diesen Service von aussen zu nutzen.