Bundesarbeitsgericht setzt Leiharbeit enge Grenzen

Der Ursprung der Arbeitnehmerüberlassung lässt sich in den USA finden. Zwei Anwälte benötigten für Erstellung eines juristischen Schriftstückes eine Sekretärin. Die neue Mitarbeiterin würde nur kurze Zeit einen Vertrag bekommen können. Daraus und aus der Tatsache, dass ihnen niemand von einer anderen Firma kurzfristig zur Verfügung stand, entwickelten sie eine Idee. Das Prinzip der Arbeitnehmerüberlassung. Bereits 1948 gründeten sie die Firma MANPOWER. In den USA konnte sich dieses Konzept sehr schnell verbreiten und erfuhr einen raschen Aufschwung. Diese setzte sich in Europa fort.

Im Dauerstreit um die Leiharbeit zieht das Bundesarbeitsgericht die Zügel an. Betriebsräte können ihre Zustimmung zum Einsatz von Leiharbeitern verweigern, wenn dieser auf Dauer angelegt ist.

Der Zweck der Leihens ist im Allgemeinen, dass man etwas nur für eine bestimmte Zeit verwenden will und es irgendwann wieder an den Besitzer zurück gibt. So auch bei Leiharbeit. Ein Unternehmen entleiht einen Beschäftigten eines anderen Unternehmens, aber nur für eine bestimmte Zeit, da gerade Saison oder ein größerer Auftrag erteilt wurde.

Nun hat in der letzten Woche in Erfurt das Bundesarbeitsgericht ein Urteil gesprochen.

Die IG Metall sieht bereits das Ende der sogenannten strategischen Leiharbeit gekommen, mit der reguläre Arbeitsplätze durch schlechter bezahlte und jederzeit kündbare Jobs ersetzen worden seien.

Leiharbeit solle künftig nur noch für wenige Monate an einem Arbeitsplatz möglich sein.

Das Urteilt könnte dazu führen, dass die Stammbelegschaft wieder größer werden. Für die Kultur in den Unternehmen, für den Zusammenhalt der Belegschaft könnte es ein größer Fortschritt sein. Stammkräfte durch Leiharbeiter zu ersetzen, wird nicht mehr so einfach funktionieren.