Heißer Sommer – aber bitte nicht im Büro!

Arbeitsklima im Büro„Heißer Sommer – wie wunderbar“ – Aber bitte keine Hitze im Büro!

Seit dieser Woche gibt die Sonne alles und verwöhnt uns mit sommerlichen Temperaturen. Doch kaum hat sich der Sommer angekündigt, schon beginnt das erste Aufstöhnen – denn die ungewohnte Hitze beeinflusst auch unseren Arbeitsalltag. Je nach Schwere und Ort der Tätigkeit haben wir unterschiedliche Ansprüche an das optimale Arbeitsklima.

Arbeiten wir im Büro, so verbringen wir unseren Arbeitstag zumeist sitzend mit gelegentlichem Gehen und belasten unseren Körper nur leicht. Hier liegt die optimale Raumtemperatur zwischen 20° und 22° Celsius. Bei sehr hohen Außentemperaturen sollte das Thermometer innerhalb der Bürowände die 26° Celsius-Marke nicht überschreiten.

Prima, die Raumtemperatur stimmt. Dennoch spielen weitere Faktoren neben der Temperatur eine wichtige Rolle für das optimale Büro-Raumklima, zum Beispiel die Luftfeuchtigkeit. Sie sollten bei der Büroarbeit darauf achten, dass die Raumluftfeuchte rund 50% beträgt. Zu trockene Luft kann gesundheitliche Beschwerden zur Folge haben, unter anderem Kopfschmerzen oder auch Erkrankungen der Atemweg. Zusätzlich treten bei zu geringer Luftfeuchte elektrostatische Aufladungen im Büro auf. Daraus resultierende elektrische Schläge sind demnach ein Indikator für eine zu niedrige Raumluftfeuchte.

Ein anderer Faktor für ein gesundes Raumklima ist rasanter Natur, nämlich die Geschwindigkeit der Luft. Denken Sie an die Klimaanlage in den Büroräumen. Diese lässt sich manuell einstellen und sollte im Aufenthaltsbereich eine Luftgeschwindigkeit von 0,15 Metern pro Sekunde nicht überschreiten. Denn schnell holen wir uns „einen Zug“, der zu Nacken- und Rückenschmerzen, Erkältungssymptomen oder sogar Augenbindehautentzündungen führen kann.

Zu guter Letzt kann die Klimaanlage auch Einfluss auf einen weiteren Faktor des Raumklimas haben – nämlich auf die Luftqualität. Schlecht gewartete Klimaanlagen können Keime- und Bakterienherde sein, die die Luftqualität mindert und gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können. Auch Kopierer oder Laserdrucker tragen durch das Freisetzen von Ozon zu einer schlechteren Luftqualität bei. Und ist die Konzentration an CO2 zu hoch, werden wir müde und können uns schlechter konzentrieren. Öfters Stoßlüften und etwas grüne Gesellschaft in Form von Zimmerpflanzen fördern die Verbesserung der Luftqualität.

Dennoch kommt es neben diesen Richtwerten immer auf Ihr Wohlbefinden an, und das ist bekanntlich bei jedem von uns anders. Achten Sie in jedem Fall auf ein gesundes Raumklima.

Wenn Sie noch mehr über die Mindeststandards für Arbeitsräume erfahren möchten, so finden Sie die Anforderungen der Bundesrepublik Deutschland auf der Webseite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz in der Verordnung über Arbeitsstätte.